SV Grafengehaig

Im Pfarrhaus ist der Teufel los

Veröffentlicht von Webmaster 07.11.2017

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Die Theatergruppe des SV Grafengehaig läuft bei der Premiere ihres Stücks "Dem Himmel sei Dank" zu Hochform auf. Die elf Darsteller bieten drei Stunden köstliche Unterhaltung.

 

Der Domkapitular bittet um Gnade und sagt beste Förderung für die dringende Kirchenrenovierung zu. Im Bild (von links) das Hochzeitspaar Hans Meßmer (Christoph Wirth) und Handarbeitslehrerin Heidemarie Rosenfeld (Yvonne Heikenwälder), Pfarrer Alfons Teufel (Andreas Greim), Domkapitular Dr. Jüngling (Volker Kirschenlohr), Haushälterin Hermine (Gerlinde Rothert), Aerobic-Lehrerin Heidi Blum (Ines Schramm), Uschi Engel (Madeleine van Avondt und Siggi Bischof (Jan Kirschenlohr). Foto: Klaus Peter Wulf  

Grafengehaig - Drei Stunden köstliche Unterhaltung vom Feinsten boten am Freitagabend vor gutgefülltem Haus in der Frankenwaldhalle die elf Laienschauspieler der Grafengehaiger Theatergruppe bei der Premiere des Dreiakters von Bernd Gombold "Dem Himmel sei Dank". Kein Auge blieb trocken, denn bei den Lachsalven auf offener Szene musste das Zwerchfell Überstunden machen. Das Publikum staunte nicht schlecht über den Einfallsreichtum der Pfarrei, um das nötige Geld für die dringende Kirchenrenovierung zusammen zu bringen.

Eine weitere Vorstellung

 
Wer die Premiere verpasst hat, der ist eingeladen sich das turbulente Lustspiel am Samstag, 11. November, um 19.30 Uhr nicht entgehen zu lassen.
 
Einlass: 18:00 Uhr
Beginn: 19:30Uhr
 

Musikalisch stimmten Reinhold Oelschlegel, Hans Eichner, Jan und Volker Kirschenlohr das Publikum jeweils auf das Geschehen der drei Aufzüge ein. Der Vorsitzende des SV Grafengehaig, Manfred Rodler freute sich bei seiner Begrüßung über den guten Besuch des Premierenabends und versprach mit den Wunsch "Viel Spaß und Vergnügen!" eher noch zu wenig. Unter den Zuschauern waren auch die beiden Bürgermeister Werner Burger (Grafengehaig) und Franz Uome (Marktleugast) zu finden.

Mit nicht ganz alltäglichen Methoden besorgt Pfarrer Alfons Teufel (Andreas Greim) seiner Pfarrgemeinde das dringend benötigte Geld für die sanierungsbedürftige Kirche. Dabei schreckt er sogar vor nächtlichem Kartenspielen im Pfarrhaus sowie dem Verkauf von schwarz gebrannten Schnaps nicht zurück. Das ganze Dorf spricht nicht gerade respektvoll über den Geistlichen. Sein arbeitsscheuer, aber umso geselliger Messner Johannes Höll (Hans Eichner) wird zwar von seiner resoluten Frau Emma (Birgit Rodler) nach allen Regeln der Kunst auf Trab gehalten, ist dem Pfarrer aber beim Kartenspiel ein eifriger Helfer. Und Pfarrhaushälterin Hermine (Gerlinde Rothert), die ihrem "Chef" treu ergeben dient, will den Geistlichen wieder auf den "richtigen" Weg bringen.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elfriede Engel (Heidrun Hemme) - aufgrund ihrer Scheinheiligkeit nur "Erzengel" genannt - ist eigentlich gehalten, Spenden für die Renovierung der Kirche zu sammeln. Ihre einzige Sorge gilt jedoch dem guten Abschneiden bei den anstehenden Pfarrgemeinderatswahlen.

Sie schreckt nicht davor zurück, ihre Nichte Uschi gegen deren Willen in ein Kloster stecken, nur um ihre Erfolgschancen bei der Wahl zu steigern. Zur Vorbereitung auf ihr zukünftiges "Klosterleben" muss Uschi (Madeleine van Arondt) im Pfarrbüro ein Praktikum absolvieren. Messner Johannes und Pfarrhaushälterin Hermine durchschauen jedoch das falsche Spiel der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden und so kommen weitere Verwicklungen zu den anderen.

Zum Erschließen einer weiteren Geldquelle für die Kirchenrenovierung vermietet der Pfarrer im Alleingang die vielen leerstehenden Zimmer im Pfarrhaus. Gerade als die ersten Übernachtungsgäste erwartet werden, bekommt der Pfarrer unangenehmen Besuch: Unerwartet erscheint der strenge Domkapitular Dr. Jüngling (Volker Kirschenlohr) vom bischöflichen Ordinariat. Er ist beauftragt, die ungewöhnlichen Vorgänge innerhalb der Pfarrgemeinde zu untersuchen und wieder für Ordnung sorgen.

Dr. Jüngling ist schockiert, mit welchen Methoden der Pfarrer Geld auftreibt und wer im Pfarrhaus alles ein- und ausgeht. Und um ihren Pfarrer nicht in noch größere Schwierigkeiten zu bringen, erzählt die Pfarrhaushälterin die abenteuerlichsten Geschichten. Einer der Gäste ist Siggi Bischoff (Jan Kirschenlohr), der heimliche Freund von Uschi, was Tante Elfriede natürlich nicht erfahren darf. Doch Elfriede hält Siggi fälschlicherweise für den Domkapitular und vertraut ihm sogar ihre Nichte an. Im Glauben, der vermeintliche Domkapitular werde für eine Blitzkarriere ihrer Nichte im Kloster sorgen, zeigt sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende überraschend spendabel zugunsten der Kirchenrenovierung.

Der richtige Domkapitular hält jedoch die Eskapaden des Pfarrers für untragbar und will der Pfarrgemeinde während einer Messe seine Strafversetzung verkünden. Dies wissen aber Hermine und Siggi zu verhindern. Mit Beerenwein und KO-Tropfen setzen sie Jüngling kurzerhand "außer Gefecht" und dieser kann sich - als er wieder aufwacht - an nichts mehr erinnern. Diesen "Filmriss" nutzen alle aus, um ihm einzureden, dass er sich während seiner Predigt vor der Pfarrgemeinde völlig daneben benommen hat. Der Domkapitular fürchtet um seinen Ruf, seine Karriere und zieht schließlich mit dem Versprechen von dannen, dem Bischof nur Lobenswertes über die Pfarrgemeinde zu berichten und von einer Strafversetzung des Pfarrers Abstand zu nehmen. Als dann die Pfarrgemeinderatsvorsitzende überraschend ankündigt, nicht mehr für den Kirchengemeinderat, sondern für den Stadtrat zu kandidieren, sind des Pfarrers Probleme alle gelöst - dem Himmel sein Dank!

Und dann ist da noch die Aerobic-Lehrerin Heidi Blum (Ines Schramm), die Dr. Jüngling mit ungewöhnlicher Gymnastik auf dem Küchentisch wieder auf Trab bringt. Wie ein roter Faden platzt immer wieder der Heiratswillige Hans Meßmer (Christoph Wirth) in die Szenen, der den Pfarrer nur ein paar Minuten wegen seiner Braut, der Handarbeitslehrerin Heidemarie Rosenfeld (Yvonne Heikenwälder), und der Hochzeit sprechen will, die das Publikum immer wieder mit dem Satz "Ach ist mir das peinlich!" zu einem Brüller nach dem anderen hinreist.

Rundum, die Grafengehaiger Theatergruppe sorgt für Turbulenz von Anfang bis zum Ende, entlockten doch Sketche, Verwicklungen und derbe Sprüche den Besuchern einen Lacher nach dem anderen.

 
 
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