SV Grafengehaig

Frauenpower bis zum Lachkrampf

Veröffentlicht von Webmaster 27.10.2014

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Schon der Titel "Frauenpower" versprach viel. Doch was die Laienspieltheatergruppe des Sportvereins Grafengehaig da bei der Premiere des derben Schwanks von Bernd Gombold vor ausverkauftem Haus auf die Bühne zauberte, stellte alles in den Schatten. Unter "Frauen an die Macht" und "Männer strotzen vor Kraft" ging es rund in der Frankenwaldhalle: Beifall auf offener Szene und Lachsalven en masse.
 

Musikalische Einführung

Musikalisch führen Jan Kirschenlohr, Georges Frisque und Reinhold Oelschlegel jeweils in die bevorstehenden Akte ein. Der erste Zank wird bereits nach zwei Minuten vom Zaun gebrochen, denn die aufkeimende Weiberliste für die gemeinderatswahl bringt den ganzen Ortsfrieden in Grafengehaigs durcheinander. Bürgermeister Hans Gscheidle (Andreas Greim) und seine Gmaa-Räte August Scharf (Hans Eichner), Peter Hering (Georges Frisque) und Karl Fässle (Christoph Wirth) haut es von den Socken, als die heimische Presse meldet, dass die neue Frauenliste bei den anstehenden Gemeinderatswahlen vor der absoluten Mehrheit steht.

Guter Rat ist schnell gefunden und aus dem "neuen Laaber" Hannes Klug (Jan Kirschenlohr), seines Zeichens Gemeindeinspektor, wird eine Frau, sprich Klugin, gemacht. Als Hanni Heidmann wird er auf die Frauenrunde angesetzt und ist schnell als Spion integriert.

Bei ihrer nichtöffentlichen Wahlkampfsitzung in der Ratsstube werden die Sündenregister der Ratsmänner ergänzt, um sie anzuprangern und den Wahlkampf interessant zu machen. Die Spanne reicht vom Besuch des lasterhaften Schuppens "Rosaroter Panther", über den viertägigen Ratsausflug auf die Reeperbahn nach Hamburg bis zur neuen Verbindungstür - wegen des kleinen Dienstweges - vom Amtszimmer Gscheidles in die Ratsstube. Und es existiert ein Foto, das beweist, wie sich der ehrenwerte Gemeinderat samt Bürgermaster im "Rosaroten Panther" amüsiert. Steht die Männerrunde vor dem Untergang?


Livioöl gibt Selbstvertrauen

Statt des biederen muss ein neues Werbeplakat auf Anraten von Marylin (Ines Schramm), ihres Zeichens Bardame und Tänzerin im "Panther" her. Und darauf soll der bisherige Rat vor Kraft und Ehrlichkeit nur so strotzen. Die vier ziehen blank, reiben sich mit Livioöl und Schweineschmalz ein. "Der Wahlsieg ist unser", strotzen sie plötzlich wieder vor Selbstvertrauen. Und das Publikum kan sich kaum mehr auf den Sitzen halten...

Die Damen um Spitzenkandidatin Kunigunde Schlotterbeck (Birgit Rodler) beschließen unterdessen, einmal in dem "Schuppen" nach dem Rechten zu sehen. "Hanni" gibt ihnen so manchen guten Rat und wird prompt in die Runde integriert. Die "falsche Dame" verfolgt nur ein Ziel: die Männer zu bestrafen. Und das passt voll ins Konzept der Frauenliste. "Wir sind besser, klüger, schlauer - deshalb wählt die Frauenpower" lautet der neue Slogan, der den Wahlsieg bringen soll.

Vergnügen mit Folgen
Und es kommt, wie es kommen musste! Die Frauen ziehen inkognito in den "Panther", um dem Feind stehenden Fußes ins Auge zuschauen. Zudem bringt es "Hanni" fertig, die Herren der Schöpfung zur Fleischbeschau auch hineinzubringen. Ergebnis: Schampus und Wein fließen in Strömen. Die "heißen Puppen" schweigen wie ein Grab und die Männer prahlen, dass sich die Balken biegen. Doch dann fällt es allen wie Schuppen von den Augen: Die Männer haben sich mit ihren eigenen Frauen, die sie in der Verkleidung nicht erkannten, im "Rosaroten Panther" vergnügt.

Die Folge: Plötzlich ist keiner mehr bereit, für den Gmaa-Rat zu kandidieren. Dass sich doch noch alles zum Guten wendet, daran haben Bardame Marylin, Gscheidles Tochter Anni (Anna-Lena Burger), und Hannes Klug nicht unerheblichen Anteil ...

Minutenlanger Applaus war der verdiente Lohn für eine klasse Darbietung. Eine weitere Aufführung des Stückes ist noch für 7. November vorgesehen.
 

Quelle: kpw / infranken.de

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